Poelzig-Bau

Poelzig-Bau

Ihren Ursprung hat das Gebäudeensemble in einer Eisengießerei von 1899. 1906 erfolgte der Umbau zur Textilfabrik Sigmund Goeritz AG, den späteren Venus-Werken Chemnitz, die zu DDR-Zeiten zu VEB Trikotagenwerke Ideal umbenannt wurden.

Der von dem deutschen Architekten, Maler, Bühnenbildner und Hochschullehrer Hans Poelzig stammende Erweiterungsbau zum ursprünglichen Fabrikgebäude wurde 1921 beauftragt. Fünf Jahre später entstand der heutige Kopfbau parallel zur Ulmenstraße als moderner Gegenentwurf zu den Gründerzeitfassaden auf dem Kaßberg.

Im Wandel von handwerklich geprägten Produktion zur industriellen Fertigung schuf Poelzig die Grundlagen für die Neue Sachlichkeit in der Architektur. Der von ihm so genannte Materialstil brachte durch seine Schlichtheit die Eigenschaften der verwendeten Materialien viel stärker zur Geltung als der ornamental geprägte Stil der Zeit.

Heute beherbergt das geschichtsträchtige Gebäude moderne Wohnungen und Gewerbeeinheiten.

Eiscafé Kohlebunker

Tram-Linie 1, Industriemuseum

09112 Chemnitz
Zwickauer Straße 110

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