Villa Schwalbe

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Der Bau diente als Wohnhaus des Fabrikanten J. S. Schwalbe. Die im Jahre 1811 gegründete Maschinenfabrik von Schwalbe etablierte sich ab 1856 in der Chemnitzer Fabrikstraße mit dem Titel „Maschinenfabrik Germania von J.S. Schwalbe & Sohn". Zum Produktionsprofil gehörten damals u.a. Wärmetauscher, Chemieanlagen, Reaktoren, Reaktionskolonnen und Lokomotivkessel.

Vom Zimmermann zum Maschinenbauer

Im Jahr 1811 gründete der aus Brand bei Freiberg stammende Johann Samuel Schwalbe eine Maschinenbauwerkstatt und erwarb das Bürgerrecht in Chemnitz. Schwalbe hatte zunächst Zimmermann gelernt, dann Erfahrungen unter anderem in Sachsens erster Baumwollspinnerei Bernard gesammelt – nun war es für ihn an der Zeit, selbst unternehmerisch tätig zu werden. Gebaut wurden Spinn- und Krempelmaschinen. Anfangs lag der Firmensitz vor dem Klostertor, ab 1814 am Anger. Im selben Jahr wurde Schwalbe sein Sohn Franz Louis geboren. Dieser verlegte 1854, als Nachfolger des 1845 verstorbenen Vaters an die Unternehmensspitze gelangt, den Firmensitz erneut – nun an die Fabrikstraße unterhalb des Kaßbergs, wo bis heute die Villa Schwalbe vom Unternehmen zeugt. „J.S. Schwalbe & Sohn“ stellte inzwischen Brauereianlagen her, später auch Anlagen für Mühlen und Zementfabriken, Turbinen und Wasserräder, Dampfmaschinen und Dampfkessel.

Eis-, Kühl- und Dampfanlagen

Eine Zäsur stellte das Jahr 1873 dar: Nachdem Franz Louis 1870 verstorben war, führten inzwischen seine Söhne das Unternehmen – und tauften es im Zuge der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft in „Maschinenfabrik Germania vormals J.S. Schwalbe & Sohn“ um. Das Firmengelände an der Fabrikstraße wuchs – um eine eigene Gießerei, um Produktionshallen und Kesselhäuser. Ab 1895 wurden hier vor allem Eis-, Kühl- und Dampfanlagen produziert, weitere Produktionszweige hingegen auf ein zusätzlich gekauftes Unternehmensgelände in Altchemnitz verlagert. Als das Unternehmen 1911 seinen hundertsten Geburtstag feierte, konnte es stolz auf die Produktion von 1.000 Dampfmaschinen und 2.000 Dampfkesseln zurückblicken. Die Produkte wurden bis weit über die deutschen Grenzen hinaus exportiert – beispielsweise nach Südamerika, Russland, Japan und Australien. In beiden Weltkriegen wurde die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt – ein Grund, dass das Gelände 1945 bei Bombenangriffen der Alliierten auf Chemnitz attackiert und auch zerstört wurde.

Villa Schwalbe: Kompakt und hell

Die Villa Schwalbe in der Fabrikstraße überlebte den Angriff als einziges Gebäude auf dem Firmengelände. Sie war vermutlich Mitte der 1850er Jahre unter Franz Louis Schwalbe im neoklassizistischen Stil als Familienwohnsitz errichtet worden. Drei Geschosse, unterkellert, ein geneigtes, rechteckiges Walmdach – so zeigt sich das kompakte Bauwerk. Der Dachfirst wird von einem dezenten Oberlicht überdeckt, sodass die Innenräume tagsüber viel Licht erhalten.

Erfolgreihe Nachfolger

Wie mehr als 1.000 weitere Unternehmen wurde die Aktiengesellschaft „Germania“ nach Kriegsende zum Volkseigenen Betrieb, der nun zunächst Kühlzüge herstellte. Ab 1959 kam der Chemieanlagenbau hinzu, schnell projektierte und produzierte der „VEB Germania“ Anlagen im In- und Ausland und erhielt 1979 ein neues Firmengebäude unweit des Stadtzentrums – hier sitzt heute die „Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH“, Nachfolger der einstigen Maschinenbauwerkstatt J.S. Schwalbe. Die Villa wurde erst in den 2000er Jahren saniert – hier finden sich heute Büroräume und Wohnungen.

Geschichtchen

Neben der „Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH“ kann sich ein weiteres Chemnitzer Traditionsunternehmen auf die Familie Schwalbe berufen: die „Einsiedler Brauhaus GmbH“. Sie wurde 1885 durch Emil Schwalbe, Enkel von Johann Samuel, gegründet. Die Heizkessel für die Brauerei kamen damals – natürlich – von „Germania“ aus Chemnitz in den heutigen Ortsteil.

Kontakt

Adresse: Fabrikstraße 7, 09111 Chemnitz

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