Firmengebäude ehem. Färberei Theodor Haase

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Die ehemalige Färberei Haase beinhaltet ein ganzes Stück Chemnitzer Industriegeschichte.
Sie befindet sich hinter dem Stadtbad – schräg gegenüber der Janssen-Fabrik, für deren Bau Ende der 20-er, Anfang 30-er Jahre die ehemaligen Zimmermann-Werke weichen mussten.

Geschichtchen

Die Brücke, die über die Chemnitz zur früheren Färberei Haase führt, ist eine technische Innovation – die erste interaktive Wabenbrücke in Leichtbau-Bauweise weltweit. Ihre Tragelemente bestehen aus Glasfaserverstärktem Kunststoff in Kombination mit Stahl sowie Faser- und Textilbeton. Erfunden wurde sie von Wissenschaftlern der Technischen Universität Chemnitz und des Sächsischen Textilforschungsinstituts. Wer sie betritt, bringt die Brücke zum Leuchten.

Gelungene Unternehmensnahfolge

Die Ufer entlang der Chemnitz waren prädestiniert als Gewerbestandorte: Fließendes Wasser unweit des mittelalterlichen Stadtkerns bildete die beste Voraussetzung für ein blühendes Gewerbe. Bereits im 16. Jahrhundert siedelten sich hier – wie auch am Mühlgraben – Wassermühlen an (siehe auch Wohngebäude, Neumühle). Zwei Jahrhunderte später prägten dann Färbereien den Standort: J.P. Gehrenbeck, Louis Hermsdorf oder die „Schrepel & Kurtzschbach AG“ waren hier beheimatete Unternehmen. 1801 erwarb zunächst Färber Peter Gehrenbeck den Standort an der Rochlitzer Straße – ab 1820 ließ er sich hier auch ein Wohnhaus errichten.

Der Namensgeber kommt ins Spiel

1908/09 entstand das moderne Fabrikgebäude in Stahlkonstruktion und mit Klinkerfassade. Ein Jahr später, 1910, erwarb Theodor Haase den Betrieb, in dem vor allem Garne gefärbt wurden. Haase stammte selbst aus einer Färberfamilie – bereits 1850 hatte sein Vater Carl-Gottlob ein solches Unternehmen gegründet und Theodor war gelernter Färber. Als Eigentümer und Produktionsleiter erweiterte er den Standort an der Rochlitzer Straße: 1922 wurden der markante, achteckige Wasserturm sowie die 60 Meter hohe Esse errichtet. In dieser Zeit auch wurden Umbauarbeiten an der Fabrikantenvilla fällig – das klassizistische Wohn- und Kontorhaus wurde im Stil des Art déco überformt: Fantasievolle Putzornamentik und figürliche Motive entstanden, die bis heute die Fassade schmücken.

Wiederaufbau und Enteignung

Das Gesamtensemble strahlte den Erfolg des Unternehmens aus: 1939 arbeiteten hier über 200 Mitarbeiter. Es war indes eine nicht lang währende Freude: Ein Teil des Fabrikgeländes wurde 1945 zerstört, aber von Eduard Haase wieder aufgebaut. Bis 1972 war der Betrieb in der Hand der Familie, färbte Stranggarn und Kreuzspulen. Dann wurde er verstaatlicht, zunächst als „Faserveredelung Karl-Marx-Stadt“ weitergeführt und 1981 schließlich in das „Strumpfkombinat ESDA Thalheim“ eingegliedert. 1990 wurde der Betrieb an der Rochlitzer Straße eingestellt.

Fotos statt Färber

Lang währte die Sorge um den exponierten Standort unweit des Stadtzentrums, mehrere Ansätze zur Revitalisierung scheiterten. Schließlich entschied sich ein 1995 gegründeter Chemnitzer Fotodienstleister, der inzwischen bundesweit über 600 Mitarbeiter beschäftigt, für die Färberei Haase als Unternehmenssitz. Das Gebäude wurde ab 2013 umfassend renoviert und durch einen Neubau für ein firmeneigenes Schulungszentrum erweitert. Daneben wurden ein Sportplatz für die Mitarbeiter und ein Atrium für die Freizeitgestaltung errichtet, auf der anderen Flussseite soll noch eine Kindertagesstätte entstehen.

Kontakt

Adresse: Rochlitzer Straße 15, 09111 Chemnitz

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